DAS ORCHESTER

 
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Die Capella Augustina, das Orchester der Brühler Schlosskonzerte, wurde 1996 von Andreas Spering gegründet. Zusammen mit der Konzertmeisterin Chouchane Siranossian versammeln sich international anerkannte Spezialisten der historischen Aufführungspraxis, die in einer spezifischen Musiksprache und mit dem entsprechenden Instrumentarium ihr Repertoire erarbeiten, das sich vom Barock bis zu Werken des frühen 20. Jahrhunderts erstreckt. Die Pflege barocker Opern sowie des Oratorienschaffens der Wiener Klassik bilden Schwerpunkte in der Arbeit der Capella Augustina. Dies spiegelt sich in den CD-Produktionen der letzten Jahre wider: Neben Händels Imeneo wurde eine von der internationalen Musikkritik hoch gelobte Aufnahme von Haydns Schöpfung veröffentlicht. Die Einspielung eines weiteren Oratoriums von Joseph Haydn, Il ritorno di Tobia, wurde mit dem „Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik“ ausgezeichnet. Außerdem liegen Einspielungen der beiden Orchesterserenaden von Johannes Brahms sowie Haydns Applausus-Kantate vor.
Nachdem sich die Brühler Schlosskonzerte mit der Gründung des ersten deutschen Haydn-Festivals profiliert haben, steht das Oeuvre Joseph Haydns im Mittelpunkt der Programme des Orchesters. In Brühl stehen 2017 unter anderem konzertante Aufführungen von Haydns Oper L'anima del filosofo, ossia Orfeo ed Euridice auf dem Programm.

Die Qualität der kontinuierlichen Arbeit in Brühl zieht zunehmend überregionale Aufmerksamkeit auf sich: so war die Capella Augustina mit Haydns Marionettenoper Die Feuersbrunst sowie mit der Haydn-Oper L’infedeltà delusa zu Gast bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci, gastierte mit Händels Oratorium Il Trionfo del Tempo bei den Niedersächsischen Musiktagen und war zu den Konzertreihen in beiden Schlössern der Familie Esterházy – Haydns Arbeitgeber für viele Jahre – eingeladen: im ungarischen Schloss Esterházy sowie im österreichischen Schloss Eisenstadt. Außerdem war die Capella Augustina am Grand Théâtre in Luxemburg für eine szenische Produktion von Mozarts Così fan tutte zu Gast, konzertierte beim Eszterháza Haydn Festival in Fertöd und beim WDR Forum Alte Musik.
In der Saison 2014/15 war sie zur Eröffnung des Konzertsaales im kulturwald (Festspiele Bayerischer Wald) mit Haydns Schöpfung zu Gast und folgte im Anschluss einer Einladung des Festival d‘Aix-en-Provence nach Bahrain, wo sie mit einer szenischen Produktion von Mozarts Le Nozze di Figaro zu erleben war. Im Frühling und Sommer 2017 wird die Capella Augustina unter anderem bei den Arolser Barock-Festspielen, den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci und den Festspielen Europäische Wochen in Passau zu Gast sein.
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ANDREAS SPERING

Andreas Spering gehört zu den führenden Spezialisten für Alte Musik. Er wurde geprägt vom Studium bei Gerd Zacher in Essen und von Reinhard Goebels Ensemble Musica Antiqua Köln, dem er von 1990 bis 1994 als Cembalist angehörte.

1996 wurde Andreas Spering zum Künstlerischen Leiter der Brühler Schlosskonzerte ernannt. Mit der von ihm gegründeten Capella Augustina stellt er seit 2002 die Werke Joseph Haydns in den Mittelpunkt der Schlosskonzerte und etablierte dadurch das erste und einzige Haydn Festival in Deutschland.

Andreas Spering ist an zahlreichen Opernhäusern gern gesehener Gast. Er leitete Werke wie Die Entführung aus dem Serail, Don Giovanni, Le nozze di Figaro, Cosi fan tutte, Fidelio, Freischütz, Almira und Rinaldo in Göteborg, Antwerpen, Gent, Luxembourg, Sevilla, Hannover, Essen sowie bei den Händelfestspielen in Halle. Bei den Händelfestspielen Karlsruhe dirigierte er im Rahmen seiner Position als Musikalischer Leiter zahlreiche Händel-Opern. Eine Wiedereinladung für eine Neuproduktion von Händels Alcina ist für die Saison 2017/18 geplant.
In Frankreich gastierte Andreas Spering u.a. beim Festival d'Aix-en-Provence mit Don Giovanni und La finta giardiniera sowie in Nantes und Angers mit Glucks Orphée et Eurydice. Die Opéra de Rouen engagierte ihn 2016 für eine Neuproduktion von Mozarts Così fan tutte. Bei den Internationalen Gluck-Opern-Festspielen war er zuletzt mit einer Produktion von Paride et Helena zu erleben, die Bayerische Theaterakademie lud ihn für eine Neuproduktion von Adelasia e Alermano ein. Außerdem leitete er an der Königlichen Oper Kopenhagen eine Neuproduktion von Die Hochzeit des Figaro. 2016 dirigierte er eine von Pierre Audi inszenierte Johannes-Passion beim Klarafestival in Brüssel und Wagners Oper Das Rheingold beim Kulturwald Festival. 

Auf dem Konzertpodium ist Andreas Spering regelmäßig bei Orchestern wie den Bamberger Symphonikern, den Rundfunkorchestern in Hannover, Leipzig und München, der Staatskapelle Weimar, beim Gewandhausorchester Leipzig, Beethoven Orchester Bonn sowie beim Zürcher und Basler Kammerorchester zu erleben. Zuletzt folgte er Wiedereinladungen des WDR-Sinfonieorchesters Köln und der Dresdner Philharmonie. 2017 ist Andreas Spering beim Orchestre Philharmonique de Nice, beim Mozarteumorchester Salzburg, beim B'Rock Orchestra und beim Orquesta Barocca Sevilla zu Gast und steht für Die Hochzeit des Figaro am Pult des Aalborg Symphony Orchestra.

Andreas Sperings Diskographie beinhaltet Aufnahmen von Händels Siroe (harmonia mundi) und Imeneo (cpo), Reichardts Erwin und Elmire (cpo) sowie Haydns Die Schöpfung (Naxos) und Applausus (capriccio). Seine Aufnahme der frühen Kantaten Haydns (harmonia mundi) wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. vom „Le Monde de La Musique“. Die Einspielung von Haydns Il ritorno di Tobia (Naxos) wurde mit dem „Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik“ ausgezeichnet. Die jüngst erschienene Mozart CD mit Sabine Meyer und dem Kammerorchester Basel (Sony) wurde international hochgelobt.
 

CHOUCHANE SIRANOSSIAN

Die französisch-armenische Geigerin Chouchane Siranossian zählt zu den interessantesten Talenten ihrer Generation und hat sich sowohl in Kreisen der Barockmusik, als auch in der Neuen Musik einen Namen gemacht. Ihre Forschungen zu historisch informierter Aufführungspraxis bis hin zur Musik der Moderne, gepaart mit ihrer stupenden Virtuosität, eröffnen den Raum für eine neue Dimension der Interpretation ihres umfassenden Repertoires.

Chouchane Siranossian studierte bei Tibor Varga, Pavel Vernikov, Zakhar Bron und Reinhard Goebel und ist eine gefragte Solistin und Konzertmeisterin. Sie spielte u.a. mit der Dresdener Staatskapelle, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Concerto Köln, der Hofkapelle München und Anima Eterna. Derzeit ist sie Konzertmeisterin der Capella Augustina und des Ensembles Esperanza.

Die Geigerin konzertierte sowohl mit Musikern wie Bertrand Chamayou, Philippe Bianconi, Michel Béroff, Daniel Ottensamer und Thomas Demenga, als auch mit Persönlichkeiten der historischen Aufführungspraxis wie Jos van Immerseel, Reinhard Goebel, Marc Minkowski, Christoph Prégardien, Andreas Spering, Dorothee Oberlinger, Alexis Kossenko, Christophe Coin, Rudolf Lutz, Valer Barna-Sabadus, Rüdiger Lotter, Roy Goodman, Michael Hofstetter und Thomas Hengelbrock. Chouchane Siranossians großes Interesse an zeitgenössischer Musik zeigt sich in ihrer Zusammenarbeit mit zahlreichen Komponisten wie Bechara El Khoury, Daniel Schnyder, Marc-André Dalbavie oder Eric Tanguy.

2016 erschien eine Duo-Aufnahme mit Jos van Immerseel bei Alpha, 2015 hat Chouchane Siranossian als Solistin bei Sony DHM aufgenommen. Ihre erste Solo-CD "Time Reflexion" (OehmsClassics) wurde mit dem Diapason Découverte ausgezeichnet. Ihre Konzerte werden von zahlreichen Rundfunkanstalten wir Mezzo, WDR, NDR, SRF, BR, ORF, Radio classique und Radio Suisse Romande ausgestrahlt.

Als Solistin war Chouchane Siranossian 2016 mit Anima Eterna auf Tour (Tzigane, Zigeunerweisen und Mendelssohn-Violinkonzert auf historischen Instrumenten) und war u.a. in der Kölner Philharmonie mit dem Violinkonzert von Ludwig van Beethoven auf Darmsaiten zu Gast.

Chouchane Siranossian spielt eine Barockvioline der Gebrüder Joseph & Antoine Gagliano (1795) und eine Violine von Giovanni Battista Guadagnini (1770), zur Verfügung gestellt von der Boubo-Music Stiftung.
Violine
Chouchane Siranossian
Cécile Dorchêne
Gudrun Engelhardt
Shant Eskenian
Danylo Gertsev
Katja Grüttner
Malina Mantcheva
Christoph Mayer
Emilio Percan
Gabriele Steinfeld
Fiona Stevens
Monica Waisman

Viola
Christian Goosses
Johannes Platz
Gabrielle Kancachian
Xandi van Dijk
Cello
Markus Möllenbeck
Inka Döring
Davit Melkonyan
Kathrin Sutor
Andreas Müller

Kontrabass
Miriam Shalinsky
Jörg Lühring
Flöte
Michael Schmidt-Casdorff
Ingo Nelken
Annie Laflamme
Daniel Rothert

Oboe
Ina Stock
Clara Blessing

Klarinette
Benjamin Reissenberger
Odilo Ettelt

Fagott
Györgyi Farkas
Katrin Lazar
Horn
Christian Binde
Oliver Kersken
Elke Schulze-Höckelmann
Jörg Schulteß

Trompete
Almut Rux
Norbert Vohn
Laura Vukobratovic

Cembalo
Wiebke Weidanz
Luca Quintavalle